Hsipaw – Burma Tag 9

Mitten in der Nacht hieß es aufstehen, denn der Zug nach Hsipaw sollte um 4 Uhr losfahren.
Als wir aus dem Hotel traten, war es still in den Straßen. Es hatte geregnet und ein Teil der Straßen stand unter Wasser, was wir durchwaten mussten.
Um 3:50 waren wir am Bahnhof, der nur 10 Gehminuten entfernt liegt. Der Schalterbeamte, der uns gestern die Tickets verkauft hatte, zeigte uns den weg zum Gleis und übergab uns in die Obhut seiner Kollegen des Zuges.
Der Wagen der ersten Klasse war nicht voll belegt. Insgesamt 3 bahnmitarbeiter gehörten zum Waggon.
First Class Unterschied sich zur „Holzklasse“ nur darin, dass wir ein Sitzpolster aus Schaumstoff mit Kunststoff überzogen hatten.
Ein Paar sowie ein junge Frau waren ebenfalls aus Europa dabei, dazu ungefähr 8 einheimische Reisende und die Crew.
Pünktlich setzte sich der Zug in Bewegung.
In einem Reiseführer steht, dass unter Reisekrankheit leidende Personen die Fahrt nicht unternehmen sollten. Das können wir nur bestätigen.
Unzählige Male während der elfstündigen Fahrt nach Hsipaw wackelte der Waggon so heftig, dass ich jede Sekunde mit dem springen aus den Gleisen rechnete.
Zuhause wäre es noch nicht einmal als Museumsbahn zugelassen.
Die ersten Stunden legte ich im Dämmerzustand zurück. Irgendeine Sitz oder Liegeposition funktionierte immer.
Kurz vor 12 Uhr passierten wir den zweithöchsten Eisenbahn Viadukt der Welt, den der Zug nur im Schritttempo überqueren darf. Gebaut 1901 und einmal in den vergangenen Jahren renoviert.
Die lange Zugfahrt resultiert evtl. Auch daraus, dass an den großen Bahnhöfen fast immer 30 Minuten Pause gemacht wird. Die Fracht muss schließlich auch be- und entladen werden, die zum Teil unter den Sitzbänken transportiert wird.
Die Fenster waren die meiste zeit geöffnet, so dass wir hautnah mit der pflanzenwelt in Berührung kamen. Die strecke wird nicht geschnitt. Die Sträucher und Bäume Peitschen ihre Äste direkt in die Fenster. Und so landen zahlreiche Blätter auf den Sitzen.
Gegen 15:45 erreichten wir Hsipaw. Der kleine Ort hat nicht viel zu bieten und so kauften wir iPhoto gleich die Bustickets für den nächsten morgen.

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04. September 2012 von Jens
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